*Quietsch* (aka jetzt brauche ich einen Pettycoat)

Flohmarkt-Beute: Ein Fifties-Teeservice von Seltmann Weiden mit dem ebenfalls sehr 50er-Jahre-mäßigen Namen “Isolde”, samt Teekanne, Vase, Zuckerdose und jeweils ca. 8 Stück Teller, Tassen und Untertassen.

Brauch ich das? Nö. Will ich das? Jaaa!

Seltmann-Weiden-Isolde

Der Kauf war mal wieder ein klasse Beispiel für schlechte Impulskontrolle. Ich plus bessere Hälfte auf dem Flohmarkt (“Nur gucken, versprochen, ist doch eh schon fast alles abgebaut…”).

Bleibe vor dem Service stehen. Kaufe zwei Teller (Hintergrund: Ich habe die strenge Regel mit mir selbst ausgemacht, dass nach Möglichkeit nur weiße oder gläserne Sachen in meine Küche kommen, sonst wird mir das optisch zu rümpelig. Ausnahme zum Austoben: Kuchenteller. Die werden kunterbunt auf dem Flohmarkt zusammengestellt).

Gehe weiter. Bleibe stehen. Renne zurück und rufe “ICH KANN SIE NICHT TRENNEN. SIE SIND EINE FAMILIE.”

Bin nun stolzer Besitzer eines Teeservices. Ich habe zwar noch nie ein amtliches Kaffeetrinken bei mir veranstaltet und Platz hab ich auch nicht im Schrank. Aber ich wusste eine Minute nach dem Tellerkauf, dass ich es FÜRCHTERLICH bereuen würde, wenn ich hier nicht komplett zuschlage.

P.S.: Die winzigen Flohmärkte im Umland sind viel besser und günstiger als die in der Großstadt! Da wollen die Leute wirklich alte Sachen loswerden, nicht aufgequollene Spanplatten-Möbel als “Antiquitäten” verkaufen.

Über das Schenken (aka Grundsätzliches zu Weihnachten & Paketpappen-Upcycling)

Ueber-das-Schenken

Wann war der Punkt, an dem sich das Nahen von Weihnachten vom Auslöser kindlicher Ekstase zum Störfaktor entwickelt hat? Mit <10 Jahren hatte man es so einfach: Verschenken konnte man Schul-Basteleien aus Eicheln und Tannenzapfen oder selbstgemalte Bilder. Und das Geschenkt-Bekommen, also das schuldgefühlfreie Konsumieren unterm Weihnachtsbaum, war das Größte überhaupt. Und heute?

„Was wünschst du dir zu Weihnachten?“

Diese Frage fasst für mich den Weihnachtsfluch, der auf allen Erwachsenen lastet, perfekt zusammen. Keiner kann ihm entkommen. Der Fluch sogar ein doppelter: Man kommt meistens nicht drum herum, diese Frage zu stellen, und sie wird einem zwangsläufig gestellt.

Als Fragesteller ist man der Gefahr zweier Urteile ausgesetzt. Das des langweiligen Pragmatikers (Aber ein Geschenk soll doch eine Überraschung sein!) oder das der Einfallslosigkeit (Wie? Du kennst mich nicht gut genug, um mir etwas auszusuchen?). Und als Rezipient? Naja, ich zumindest gehe durch vier Phasen:

  • Phase 1: Ich komme mir vor wie ein Kind. Bis heute ist es mir ein Rätsel, wie man auf diese Frage erwachsen reagiert.
  • Phase 2: Mir fällt NICHTS ein.
  • Phase 3: Mir fällt ein paar Sekunden später sehr viel ein, aber die Sachen fallen entweder in die Kategorien Privat (Es besteht meinerseits gegenüber den meisten Menschen eine gewisse Hemmung, freimütig zu gestehen, mit über 30 Jahren die Buffy the Vampire Slayer Complete DVD Box besitzen zu wollen) oder Zu Teuer (Die Buffy the Vampire Slayer Complete DVD Box kostet nicht eben wenig, außerdem warte ich lieber auf die Blu Ray).
  • Phase 4: Nachdem ich mein Gegenüber einige Sekunden lang angestarrt habe wie ein von Scheinwerfern paralysiertes Reh, rette ich mich in ein bescheiden gehauchtes „Ach, ich weiß nicht…“ (während ich mich frage, wann Buffy endlich auf Blu Ray rauskommt. Ja, ich bin leicht abzulenken.)

Aber langsam komme ich dem Dilemma auf die Schliche:

ES GIBT NICHTS BESSERES ALS DIESE FRAGE!

Der Grund: Weihnachten ist zur Konsumschlacht geworden. Es gibt massenweise schlecht ausgesuchte, unpassende, peinliche, doppelte oder irrelevante Geschenke, nur damit irgendein in Geschenkpapier gewickelter Gegenstand unterm Baum liegen kann. Mal ehrlich: hat da noch einer Lust drauf? Nein! Also, weg mit der Fragehemmung! Nieder mit der blinden Konsum-Propaganda, die dazu führt, dass unerwünschte Geschenke ungenutzt auf dem Dachboden verstauben! Neuerdings werfe ich vor Weihnachten einen Blick auf meine Amazon-Wunschliste, auf der sich über das Jahr diverse Bücher angesammelt haben, die ich irgendwie haben will, aber mir gerade nicht selber kaufen möchte. Wenn ich mir ein spezielles Buch von Juri Rytcheu wünsche, muss ich unterm Weihnachtsbaum nicht so tun, als ob ich mich über Hera Lind freue.

Aber das bedeutet ja nicht, dass das Schenken ohne Herz vonstattengehen muss. Denn wenn es nicht mehr um das WAS geht, darf es umso mehr um das WIE gehen.

Beispiel: Ende November bekam ich von meiner Schwester eine sehr pragmatische Nachricht: „Falls Du noch was für Deinen Schwager suchst…“ mit einem angefügten Amazon-Link zu einem Salatbesteck. Prosaisch, nicht war? Trotzdem wurde es dieses Salatbesteck. Allerdings in dieser Verpackung:

Geschenkverpackung

Erfreulicher Seiteneffekt der Papp-Kalaschnikow: Ein Verwendungszweck für den gigantischen Papphaufen, der sich durch die Verpackungen der online bestellten Geschenke angesammelt hat (Ich verspreche hoch und heilig: Irgendwann fange ich an, für Fotos, die auf diesem Blog landen, nicht mehr das Smartphone zu benutzen).

Die AK-47-Geschenkverpackung war auf der Weihnachtsparty der Renner. Das prosaische Salatbesteck war eine erfreuliche Nebensache. Die Papp-Kalaschnikow steht jetzt bei meinem Schwager als Deko auf der Fensterbank. Insofern habe ich indirekt dieses Jahr doch mal wieder was Selbstgebasteltes zu Weihnachten verschenkt… wie damals, mit <10 Jahren.

Surftipp: DIY-Tassenuntersetzer in Katzenform… (aka Anleitung für anatomisch korrektes Häkeln)

Wer als Katzenfanatikerliebhaber die grauen Herbsttage mit sinnstiftender Handarbeit verbringen möchte, anstatt wie ich den Schuhkarton mit wichtigen Unterlagen zu sortieren (oder sich selbst davon mit dem Verfassen kleiner Blogbeiträge erfolgreich abzulenken), für den habe ich die perfekte Inspiration…

Selbstgehäkelte Tassenuntersetzer in Katzenhintern-Form:

cat-butts
“Cat Butt Coasters” von Shanna Compton (Etsy)

Eine einfache Version gibt es auf dem Blog Simplyyarn, für 1,50$ gibt es bei Ravelry die Anleitung für eine etwas ausgefeiltere Variante. Und die Häkelfaulen können die Katzenhinterntassenuntersetzer bei Etsy kaufen – Link siehe Bild.

Chippendale aufgemöbelt (aka aus alt mach bunt)

Hier hat ein Spießermöbel deluxe in Form einer Chippendale-Vitrine ein Update erhalten: Außen Rosa, innen Tapete! (Bevor jemand aufschreit: Keine Sorge. Es wurde keine echte Antiquität verschandelt…)

  Chippendale-Schrank-Rosa-klein-II
Schweinchenrosa Chippendale… ich steh dazu!

Zutaten:

  • 1x Möchtegern-Chippendale-Vitrine (Erbstück, kostenlos)
  • 2x Sprühdosen-Haftgrundierung (ca. 12,- Euro)
  • 2 Liter Lack, in diesem Falle OBI Classic Design Color Premium Lack hochglänzend, angerührt im Farbton Merlot 14 (ca. 30,- Euro)
  • Tapete (hier: Ikea Bråkig, 10 m für ca. 8,- Euro, eine Limited Edition von Anfang 2014)
  • Lackpinsel (Bereits im Hause, Verschleiß ca. 5,- Euro)
  • Drei Teelöffel Tapezierleim (Bereits im Hause, Verbrauch ca. 50 Cent)
  • Plane als Arbeitsuntergrund, da ich wetterbedingt drinnen gestrichen habe (bereits im Hause)

Sieht man mal von der investierten Zeit ab, hat mich das Ganze also pi mal Daumen 55,50 Euro gekostet.

Aber eines nach dem anderen…

Meine Großmutter hatte ein Faible für Chippendale. Nicht für die albernen Stripper mit Schleifen um den Hals, die auftauchen, wenn man eine Google-Bildersuche für den Begriff “Chippendale” startet (großer Fehler), sondern für Reproduktionen verschnörkelter Rokoko-Möbelstücke aus dunklem Holz.

In ihrem Erbe fand sich darum auch eine Vitrine von ca. 200 x 100 cm. Weder wertvoll noch edel, definitiv keine Antiquität, gefertigt ungefähr in den 70ern aus Pressspan mit einer dünnen, schlecht erhaltenen Schicht aus Möchtegern-Kirschholz-Furnier:


Chippendale-Schrank-alt
VORHER: Wie immer bin ich miserabel in der Dokumentation meiner Projekte. Das einzige Foto, das vom Originalzustand der Chippendale-Vitrine noch existiert, ist dieses verschwommene Umzugs-Handy-Foto – dafür mit Katze.

Das Ding sollte auf dem Sperrmüll landen, aber ich warf mich in den Weg. Möglicherweise aus Sentimentalität – zuerst jedenfalls. Später eher aus Trotz, denn jeder meinte, mir das Monstrum wieder ausreden zu müssen. Eigentlich zu Recht, denn die Vitrine hat schlichtweg ein besch***enes Volumen-Stauraum-Verhältnis. Also das absolute No-Go in einer kleinen Wohnung.

Mit einer etwas kindischen “Jetzt erst recht”-Mentalität ging ich an die Überlegung heran, wie die Vitrine in meine Einrichtung zu integrieren sei.

Chippendale-Schrank-Rosa
NACHHER: Die rosa Gefahr…

Zur Farbwahl

Zuerst dachte ich darüber nach, die Vitrine Türkis zu streichen. Allerdings bekommt das Zimmer, in dem sie untergekommen ist, so gut wie keine Sonne ab. Das Licht ist also immer etwas kühl, weshalb mir ein großer Schrank in einer kühlen Farbe auf Dauer doch zu frostig erschien. Folglich musste es ein wärmerer Ton sein, und da ich Gelb und Orange für keine Option halte, blieb nur Rosa.

Zur Innenseite, aka Tapetenwahl

Diese Rokoko-Schnörkel, und dann auch noch Rosa. Um dieses ganz schlimme Mädchen-Klischee etwas aufzubrechen, war mir von vorne herein klar, dass die Innenseite der Virtine mit einer Tapete ganz anderen Stils beklebt werden sollte. Hier einige der Kandidaten:

Tapeten-Alternativen
Quellen von links nach rechts: Ausschnitt des Wandbilds “Fairyland” , Tapete “Squares”, Tapete “Woods” (Wer sich wundert, dass die Tapeten alle von der Website http://www.meinewand.de stammen: ich wurde nicht gekauft, ich find’ die nur super)

Schlussendlich siegte der Pragmatismus – sprich: das Budget:

Brakig-Tapete-Ikea
Quelle: Ikea

Die Ikea-Limited-Edition-Tapete “Brakig” in Grau war mit ca. 8,- Euro für 10 Meter ein echtes Schnäppchen. Das japanische Asanoha-Muster (麻の葉, bedeutet “Hanfblatt”) ist grafisch schön streng und ein guter Kontrast zu den rosa Schnörkeln.

Chippendale-Schrank-Rosa-Innen
Innen: Ikea-Tapete mit Asanoha-Muster

Umsetzung

Das Lackieren von Möbeln mit Schnörkeln ist die Hölle! Das wurde mir spätestens nach einer Stunde klar. Insgesamt brauchte ich ca. drei Schichten Lack, um das dunkle Holz richtig gut abzudecken, und das beinhaltet noch nicht einmal die Sprühschicht Haftgrundierung. Insgesamt brauchte ich mindestens 15 Stunden, was mich ein Wochenende und jeweils mehrere Stunden diverser Feierabende kostete. Ein großes Projekt braucht eben seine Zeit.

Perfekt ist die Lackierung auf keinen Fall geworden, Laufnasen gibt es einige und auch die Pinselstriche lassen sich an vielen Stellen gut erkennen. Aber was soll’s – das ist Shabby Chic!

Das Tapezieren auf dem Holz war kein Problem, selbst für einen blutigen Tapezier-Anfänger wie mich. Die Blasen kann man mit einer glatten Kante (eine CD-Hülle z.B.) herausstreichen.

Als nervig hat sich das Wieder-Einsetzen der Vitrinenscheiben entpuppt. Die Scheiben waren vorher durch eine angetackerte Kordel fixiert, was aber blöd aussah. Stattdessen habe ich in ca. einem Zentimeter Abstand von der Scheiben ein paar Tacker-Nägel ins Holz gejagt, um sie vom Herausfallen abzuhalten. Leider hatten die Scheiben so sehr viel Spiel und klirrten nicht nur beim Öffnen und Schließen der Vitrine, sondern sogar beim Vorbeigehen. Gottseidank hatte ich noch Sugru im Haus (Was das ist? Hier entlang). Sugru ist super! Sollte man immer im Haus haben! Die kleinen Sugru-Klümpchen halten die Scheibe jetzt jedenfalls bombensicher am Platz.

Tja, da steht es jetzt, mein überarbeitetes Erbstück. Rosa, unpraktisch und heiß geliebt.

Architects for Animals (aka Surftipp für schöne Katzenmöbel)

Ich freue mich immer ‘nen Ast, wenn ich Katzenmobiliar finde, dass ohne Fellbezug im Leo-Look und Sisal-Säulen auskommt:

Auf dem Event Architects for Animals (organisiert von der amerikanischen Katzenhilfsorganisation Fixnation) wurden einige wunderbare Katzen-Kletterhäuser vorgestellt. Nach dem Event wurden sie Tierheimen gespendet. Sprich: Die hier vorgestellten Katzenkletterhäuser kann man leider nicht kaufen.

Aber zur Inspiration eignen sich die Ausstellungsstücke ausgezeichnet. Und ich plane seit Ewigkeiten, ein Balkonhaus für Frau Katze zu bauen…

Palettenkletterbaum
Das Bild gehört natürlich Fixnation, nicht mir. Für die ganze Gallerie auf diesen Link klicken…

DIY-Nilpferdkopf-Anleitung

DIY-Nilpferdkopf-Anleitung

Und in etwas genauer:

Schritt 1: die Basis

Man baue eine Basis aus Hühnerdraht, zu einem Zylinder zusammengerollt und etwas zurechtgebogen. Was noch an der Grundform fehlt, wird mit zusammengeknülltem Zeitungspapier gebaut. Das wird mit Kreppband an seinem Platz gehalten (Wer sich darunter was vorstellen will: hier gibt es einen ähnlichen Arbeitsschritt für einen Einhornkopf).

Schritt 2: Das Glätten

Damit man auf dem Hühnerdraht-Gestell arbeiten kann, mit grobem Packpapier oder großen Zeitungspapierstücken und Kreppband die großen Flächen schon mal abkleben. Um die Oberfläche zu stabilisieren, werden alle Flächen mit Zeitungspapierschnipseln beklebt, die in Tapetenkleister getränkt werden. So entsteht nach und nach aus mehreren Lagen Zeitungspapier eine glatte, stabile Oberfläche.

Schritt 3: Die Details

Die feineren Partien (Mund, Nasenlöcher, Augen) habe ich mit Klopapier modelliert. Das wurde dafür ebenfalls in Tapetenkleister getränkt. Mit solchen Klopapier-Leim-Haufen kann man außerdem die Kopfform optimieren. Was die feinen Details angeht, für die die Finger zu plump sind: Mit einem kleinen Bastelspachtel oder einem Messer kann man scharfe Kanten sehr gut ausarbeiten. Aufgepasst: die Klopapier-Kleisermischung schrumpft beim Trocknen. Ich saß ungefähr drei, vier Abende an dem Nilpferdkopf, dazwischen lag jeweils eine lange Trocknungszeit von mehreren Tagen.

Bei den Augen bzw. den Augenwülsten musste ich mich etwas auf mein Gefühl verlassen. Ich musste die Murmeln recht früh auf die kleinen Erhebungen setzen und die Augenwülste darum herum wachsen lassen. Das Augenlid war dabei der einfachste Teil: Das ist ein gefaltetes Stück Klopapier.

Schritt 2. und 3. wechseln sich ab, je nachdem, wie es sich gerade anbietet. Hier ist Geduld gefragt! Zwischendurch sollte der Kopf durchtrocknen, damit man sieht, was noch fehlt und wo noch nachgearbeitet werden muss. Das dauert manchmal mehrere Tage!

Schritt 4: Die Ohren

Die Ohren waren der letzte Arbeitsschritt. Dafür habe ich erst einmal mit der Position, Form und Größe mithilfe von Papier und Tesafilm experimentiert. Nach einigem Hin- und Hersetzen und Zurechtschneiden war die perfekte Positionierung gefunden. Die Papierformen habe ich als Schablonen genutzt und zwei entsprechende Pappstücke vorbereitet. Dann wurden zwei Schlitze in den Nilpferdkopf geschnitten und die Ohren hineingesteckt. Für einen sanften Übergang zwischen Ohren und Kopf habe ich auch dort wieder mit Klopapier und Tapetenkleister nachgeholfen.

Und dann hieß es wieder warten…

Schritt 5: Anmalen

Der letzte Schritt, sobald die letzten Feinschliffarbeiten durchgetrocknet sind: Farbe an das Tier. Dafür reichte ein kleines Glas Acryllack aus dem Bastelladen (50 ml). Hier waren mehrere Schichten gefragt, bis die Zeitungsstücke nicht mehr durchschimmerten.

DIY-Nilpferdkopf aus Pappmaché (aka Tadaaa!)

Oh, dieses wundervolle Gefühl, wenn ein Projekt, an dem man über Monate vor sich hingebastelt hat, endlich fertig ist.

Darf ich präsentieren: Mein Pappmaché-Nilpferdkopf!

Pappmache-Nilpferdkopf-11Pappmaché-Tierkopf – hier ein Nilpferd, das dank seiner natürlichen Unförmigkeit vergleichweise einfach zu formen ist…

Gebaut aus Hühnerdraht, Abklebeband, zerknülltem Zeitungspapier, Pappe und großen Mengen in Leim getränken Klopapier und Küchenkrepp (Insofern… ich muss zugeben, mit echtem Pappmaché hat das wenig zu tun). Dazu zwei Murmeln als Augen und ein kleines Glas weißen Glanzlack aus dem Bastelladen.

Eine ausführliche DIY-Projektbeschreibung folgt demnächst! To be continued…

(Nachtrag: Hier ist meine Anleitung zum Nilpferdkopfbasteln)

Lieblings-Wohnblog (aka Surftipp für Wohnungsspanner)

Freundevonfreunden kennt ja jeder. Und ehrlich? Ich bin gar kein sooo riesiger Fan dieses Blogs. Die Fotos sehen immer etwas zu sehr nach Zeit-Magazin aus, so mit dem dicken Prädikat “künstlerisch wertvoll”. Das ist nicht besser geworden, seit der Blog scheinbar wirklich mit der Zeit kooperiert. Abgesehen davon liegt mir der Schwerpunkt zu sehr auf den Menschen und Büros.

Dabei hat der Blog ganz anders angefangen: als Sammelpunkt für alle, die gern in fremde Wohnungen spannern. Für alle, die gern im Winter spazieren gehen, weil man fremden Leuten im Dunkeln so schön in die Fenster gucken kann. Nicht, um deren Leben auszuspionieren – also bitte, wer interessiert sich denn dafür? Nein, einen Blick auf die Einrichtung will man werfen.

Solche Blogs gibt es noch. Einer meiner Lieblinge (immer mal wieder, seit Jahren, auf meinem privaten Platz 1 zu finden):

interiorsporn.net

interioirsporn

Quelle: interiorsporn.net… keine Sorge, das Mädchen mit der Kamera ist so ziemlich der einzige Mensch, der in dem Blog zu sehen ist!

Was da zu finden ist? Bilder von Zimmern. Keine Menschen, kein Lifestyle-Schnickschnack, kein Guck-Mal-Wie-Hip-Ich-Bin. Nur viele, viele, viele schöne Einrichtungen, nicht selten sogar realistische, nachmachbare, inspirierende Zimmer.

So gehet und schauet! Aber kommet wieder😉

Handtaschen-Aufbewahrung an der Tür, Low-Budget-Style (aka mal wieder Mädchenprobleme)

Stereotypenalarm hin oder her, ich kann es nicht leugnen: Wie bei den meisten Frauen befinden sich mehr Taschen in meinem Besitz, als ich eigentlich brauche. Nur an einer eleganten Unterbringung hat es bei mir immer gehapert. Die Taschen landeten meistens über/an einer Tür. Die war dann natürlich nicht mehr zu schließen. Zwar spielt das in meiner Wohnung keine Rolle, da Frau Katze gegenüber geschlossenen Türen keine Toleranz kennt – es sah aber trotzdem immer Schei*e aus.

Jetzt habe ich die Lösung. Sie ist flexibel, günstig und funktioniert ohne Bohrlöcher:

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Handtaschen-Lagerung: Vorher > Nachher

Zutaten:

  • eine freie Tür
  • 1 Kletterpflanzen-Spalier (in diesem Fall ein Metallspalier von Obi, 11,49 Euro)
  • 2 Türhaken (Hatte ich im Haus, keine Ahnung… ca. 2 Euro)
  • S-Haken eines schwedischen Großkonzerns (5 Stück 4,99 Euro)

Kosten: ca. 18,48 Euro

Falls die (zugegeben nicht sehr liebevoll gemachten) Fotos nicht selbsterklärend sind: Ich habe das Spalier mit den Türhaken aufgehängt. Die Taschen werden von den S-Haken gehalten.

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Türhaken, S-Haken und ein Planzenspalier: fertig ist das Handtaschenlager

An das Ganze kann man natürlich nicht nur Taschen hängen. Auch als Klamottenlager oder Garderobe kann man das Spalier zweckentfremden.