Mädchenprobleme (aka das Retten zerbröselten Lidschattens)

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Das Drama angebröselter Schminksachen (Lidschatten, Rouges, Puder) kennen alle Frauen. Das Wort “Drama” ist übertrieben? Wohl noch nie eine Packung Puder in der Handtasche verteilt und ewig damit verbracht, ein Handy wieder sauber zu bekommen?

Zum Mitnehmen sind zerbröselte Schminksachen jedenfalls nicht mehr geeignet. Bei mir häuften sich aus diesem Grund immer mehr Schmink-Utensilien, die nur noch “stationär” zu verwenden waren und meisten früher oder später im Müll landeten.

Was hätte ich für Geld gespart, wenn ich früher auf den Tipp von katrinalomidze.com gestoßen wäre. Dafür braucht man nur Isopropylalkohol (gibt’s in jeder Apotheke für ein paar Euro, ich habe für die Reinigung meiner DSLR sowieso immer welchen im Haus) und etwas Spitzes zum Umrühren, z.B. einen Zahnstocher oder eine Stricknadel.

Nach und nach den Alkohol in das Brösel-Makeup tröpfeln lassen und dabei stochern und rühren, bis das Pulver eine Pampe ist. Die muss nicht mal besonders fein sein, klebrig reicht. Die Schmink-Pampe mit der Rückseite eines Löffels glattstreichen, über Nacht trocknen lassen – fertig. Die Beschreibung „wie neu“ würde dem Ergebnis natürlich nicht gerecht, aber wen kümmert das: Das Schminke-Gebrösel ist wieder fest!

DIY Betonlampenfuß

Man nehme: eine leere Persil-Flasche, einen Lampenschirm, eine alte Stehlampe vom Flohmarkt und einen Karton Feinbeton: Heraus kommt eine Tischlampe mit Betonfuß. Was ich gar nicht bedacht hatte: wie hübsch der Beton und die Form der Flasche zusammen aussehen, wenn sie von oben angestrahlt werden.

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Das Wie ist erstaunlich simpel. Man muss nur das Loch Nähe des Bodens, durch das man den Stecker schiebt, vor dem Beton-Einfüllen wieder einigermaßen dichtmachen. Da aber der feuchte Beton kein besonderes Fließ-Bedürfnis hat, ging das mit ein bisschen Duct-Tape und den herausgeschnittenen Plastikstücken des Stecker-Lochs problemlos. Die Flasche hatte ich von innen eingeölt (vor dem Loch-Reinschneiden Öl rein, schütteln und gründlich abfließen lassen), wie es die Bedienungsanleitung des Feinbetons gefordert hat. Ich bin mir im Nachhinein aber ziemlich sicher, dass die Innenseite der Persil-Flasche so glatt ist, dass das gar nicht nötig gewesen wäre.

Die meiste Arbeit hat das Befreien des ausgehärteten Betonlampenfußes aus der Flasche gekostet. Man darf nicht zu brutal am Plastik herumschnitzen, weil sonst der Beton angekratzt wird. Mit einem scharfen Cutter, einer Nagelschere und viel Fingerspitzengefühl habe ich fast eine Stunde gebraucht.

Übrigens: Ehre, wem Ehre gebührt! Die Idee habe ich von dem Blog kasa amend.

Und noch mal ohne Schirm:

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Mogel-Makronen am Feierabend

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Backen (oder irgend etwas anderes) und Vollzeit Arbeiten. Das lässt sich nie so richtig vereinbaren. Auf meiner ewigen Jagd nach Rezepten, die a) lecker, b) schnell zuzubereiten sind und c) das haptische Bastel-Gelüst befriedigen, bin ich auf folgendes Rezept für Himbeer-Kokosnus-Makronen (Raspberry-Coconut-Macaroons auf smittenkitchen.com) gestoßen. Aus irgendwelchen Resten habe ich vor längerer Zeit einen Nachback-Versuch gestartet, und das gelang ganz wunderbar.

Hochmut kommt vor dem Fall: großspurig wurden meinerseits für den morgigen Abend große Mengen besagter Himbeer-Kokos-Makronen als Dessert für eine größere Runde versprochen. Und buk ganz brav das Rezept nach. Und das Ergebnis war… unbefriedigend. Nichts, was man guten Gewissens als Nachtisch servieren konnte. Das Problem: das letzte Mal hatte ich eine Zutat weggelassen – das Mandelaroma. Mag sein, das damit nicht das typisch deutsche Bittermandel im Parfümproben-Fläschchen gemeint war, jedenfalls schmeckte die erste Ladung höchstens akzeptabel… wenn man auf Bittelmandel steht.

Das zweite Backblech ohne Bittermandel war besser und kann als schnelles (und nicht zuletzt billiges) Mogel-Makronen-Rezept präsentiert werden:

Zutaten:

  • 200 Gramm Kokosraspeln
  • 70 Gramm Zucker
  • 3 Eiweiß
  • Prise Salz
  • 80 Gramm Himbeeren (tiefgefroren)

Kokosraspeln und Zucker möglichst kleinmixen. Eiweiß und Salz unterrühren oder -mixen (Eiweiß schlagen spar ich mir), Himbeeren mit ein paar Impulsen in grobe Stücke mixen und grob unterrühren (soll keine homogene Masse werden).

Dann per Esslöffel in kleine Portionen aufs Backblech und bei 160° für Pi mal Daumen 25 Minuten in den Backofen.

Das Schöne an diesem Rezept: Es geht sehr schnell, es ist lecker und liefert beim Backen die haptische Befriedigung, die man als Kind beim Klaggermatschen hatte, was genau das richtige ist, wenn man vorher acht Stunden vor dem Bildschirm beschäftigt war.

Steckperlen-Schüssel

Ist es legitim, DIY-Ideen zu kopieren und das Ergebnis zu bloggen? Ja (finde ich), um die Tauglichkeit der Anleitung zu prüfen.

Insofern: In einem Steckperlen-Anfall habe ich letztes Weihnachten eine unglaubliche Menge entsprechender Plastikperlen besorgt, deren Rest nun Platz in meiner winzigen Wohnung beansprucht. Aber Ideen sammelt man ja im Internet zur Genüge, hier also das Ergebnis folgender (dänischer und durch den Google-Translator gescheuchten) Anleitung (wooz.dk).

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Entgegen der Anleitung habe ich keine feuerfeste Form genommen, sondern eine stinknormale Schüssel eines schwedischen Möbelhauses, die ich nach dem sorgfältigen Anordnen der Steckperlen in den kalten Backofen packte. Auch das Einölen habe ich weggelassen – ich konnte mir nicht vorstellen, dass nicht auch die Perlen durch das Öl vom erwünschten Aneinanderkleben abgehalten würden.

Als die Perlen so weit verschmolzen waren, habe ich sie mit einer baugleichen, zweiten Schüssel glatt gedrückt (und mit der Rückseite eines Löffels nachgeholfen), und dann die Schale mit kalten Wasser aufgefüllt. Dabei ist die Plastikperlenschale geschrumpft und löste sich ohne große Beanstandungen (und Rückstände) vom Keramik-Negativ.

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