Katzenmöbel aus Pappe (aka Katzenmöbel, die endlich mal nicht total sche*ße aussehen)

Das „…with Cat“ in meinem Blognamen ist kein leeres Versprechen. Hier wohnt wirklich ein kleiner Felltiger. Darf ich vorstellen: Frau Katze.

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Ihr „Taufname“ ist ein anderer. Ashanti. Den Namen eines wehrhaften afrikanischen Stammes fanden wir für diese Katze aber sehr unpassend: sie schielt ein bisschen, hat Angst vor Rasen, rührt rohes Fleisch nicht an (fährt hingegen völlig auf Olivenöl, Popcorn und Tomatensauce ab), besteht auf einen geregelten Tagesablauf und kratzt einen nicht mal, wenn man sie in die Transportkiste sperrt. Andererseits kann man eine achtjährige Katze nicht einfach umbenennen. Also wurde aus „Ashanti“ erst „Om Shanti Om“, dann „Shanti“, dann „Frau Shanti“ und irgendwann „Frau Katze“.

Wie so viele Katzenbesitzer, die sich einbilden, etwas Stil zu haben, stehe auch ich regelmäßig vor dem Problem, dass Katzenmöbel in den meisten Fällen Ausgeburten der Inneneinrichtungshölle sind. So ein Monster mit Kunstfell-Überzug ruft bei mir leichtes bis mittelschweres Würgen hervor.

Gottseidank habe ich zum Krallenschärfen eine prima Alternative entdeckt: Katzenmöbel aus Pappe von cat-on. Sie sind günstiger als Kratzbäume aus Holz, leicht auszutauschen, haben keine hohen Versandkosten, lassen sich recyclen und dank eines breiten Angebots der Inneneinrichtung anpassen.

Wie normale Kratzbäume sind sie aus Katzensicht multifunktional: Krallen wetzen (macht Frau Katze an der Pappe sehr viel ausführlicher als früher am Sisal-umwundenen Kratzbaumstamm) und darauf Schlafen (denn die Pappe speichert hervorragend Wärme).

Jedes cat-on-Modell ist übrigens in zig Farben erhältlich. Darüber hinaus bietet cat-on ein umfangreiches Individualisierungsangebot.

Hier meine Lieblingsmodelle von cat-on:

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Quelle: www.cat-on.com

It’s twig-o’clock (aka DIY-Uhr mit Zweige-Zeigern)

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Ist Euch schon mal aufgefallen, dass es zu Hause schwer ist, die Uhrzeit herausfinden? Schließlich sind die eigenen vier Wände der einzige Ort, an dem man nicht immer sein Smartphone am Leib trägt. Fast täglich sitze ich lesend irgendwo herum, eingemauert unter Getränken, Decken, Frau Katze und/oder Büchern und müsste, um die Uhrzeit in Erfahrung zu bringen, entweder den Rechner hochfahren, den Fernseher anmachen oder mein Handy suchen. Sehr ungemütlich.

Folglich haben Wanduhren im Gegensatz zu Armbanduhren noch lange nicht ausgedient. Hübsche Wanduhren gibt es einige, aber wie immer bin ich a) extrem wählerisch, b) suche ich etwas minimalistisches und c) liegen die Kosten für Designerstücke in den meisten Fällen jenseits dessen, was ich für eine Uhr auszugeben bereit bin.

Also: Selbermachen.

Zutaten:

  • Uhrwerk von Conrad (5,99 €)
  • Ein bisschen Sprühlack (hatte ich bereits da, Verbrauch selbst großzügig gerechnet nicht mehr als 1 €)
  • Päckchen Sugru (2 €… Wer nicht weiß, was Sugru ist: dieses Wunderzeug habe ich hier vorgestellt)
  • Zweige (kostenlos aus dem Hinterhof)

Kosten: ca. 9,- Euro.

1) Anfangen tut alles mit einem simplen Uhrwerk von Conrad für 5,99 Euro (Kann man hier kaufen). Das wurde mit ein paar Stößen Sprühlacks weiß lackiert.

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2) Die Uhr zusammenbasteln und gucken, wie viel Platz man für die Zeiger hat. Ergebnis: nicht viel. Die mitgelieferten Blech-Zeiger sind hauchdünn, und möchte man sich andere Zeiger basteln, dürfen diese nicht besonders dick sein.

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3) Jetzt kommt Sugru ins Spiel. Die Zeiger werden gekürzt (dünnes Blech = Küchenschere reicht) und mit Sugru die Zweige daran „geknetet“. Hier kommt es auf  Millimeter an, da für die Zeiger echt nicht viel Platz ist. Da das Gewicht der Zweige das Sugru-Geknete in weichem Zustand wieder aus der Form bringen würde, sollte die Konstruktion abgestützt trocknen.

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So richtig sicher bin ich mir noch nicht, ob meine Zweige-Uhr so hängen bleibt. Aber für ein Projekt, dass insgesamt nicht mehr als eine Stunde gekostet hat (und das in erster Linie austesten sollte, ob es überhaupt klappt, irgendwas Langes als Zeiger an ein Uhrwerk zu basteln), bin ich doch recht zufrieden.

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Was könnte man noch als Zeiger verwenden? Essstäbchen? Weidenkätzchen? Bleistifte? Mal sehen…

Sugru! (aka das praktischste Zeug aller Zeiten)

Glasscheiben in einer Vitrinentür fixieren, einen gerissenen Schlüssel in Häschenform reparieren, Zeiger an ein Uhrwerk basteln… Alles kleine Projekte von mir, die ich nur mit Hilfe einer kleinen Neuentdeckung meinerseits umsetzen konnte:

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Die Bilder zeigen kein Kaugummi, sie zeigen Sugru im Einsatz. Und weil ich so verdammt begeistert bin von diesem Zeug, möchte ich es Euch nicht vorenthalten. Meiner Meinung nach gehört Sugru in die Standardausrüstung jeden Haushalts, genau wie Nadel und Faden, Bohrmaschine, Sekundenkleber, Duct-Tape und Tesafilm!

Was Sugru ist? Stellt Euch eine Masse von der Konsistenz von durchgekautem Kaugummi vor, vielleicht etwas klebriger, das man in jede beliebige Form bringen kann. Nach einigen Stunden härtet es aus und wird fest. Dann fühlt es sich an wie diese dicken Gummis, die man benutzt, um Konservierungsgläser abzudichten, ist aber formstabiler.

Sugru braucht lange, um zu trocken. Folglich kann man sein Projekt in Ruhe in Form bringen. Aufbewahrt wird es am besten im Kühlschrank.

Wer diese geniale Erfindung sein eigen nennen möchte: hier geht’s zur Website von Sugru, wo man auch einen Shop findet. Sugru gibt es in Schwarz, Weiß und als Multicolor-Pack mit Blau, Rot und Gelb. Eine Packung mit acht kleinen Portionen, die je etwa eine Masse zweiter durchgekauter Wrigleys-Spearmint-Streifen haben, kostet ca. 16,- Euro.