Handtaschen-Aufbewahrung an der Tür, Low-Budget-Style (aka mal wieder Mädchenprobleme)

Stereotypenalarm hin oder her, ich kann es nicht leugnen: Wie bei den meisten Frauen befinden sich mehr Taschen in meinem Besitz, als ich eigentlich brauche. Nur an einer eleganten Unterbringung hat es bei mir immer gehapert. Die Taschen landeten meistens über/an einer Tür. Die war dann natürlich nicht mehr zu schließen. Zwar spielt das in meiner Wohnung keine Rolle, da Frau Katze gegenüber geschlossenen Türen keine Toleranz kennt – es sah aber trotzdem immer Schei*e aus.

Jetzt habe ich die Lösung. Sie ist flexibel, günstig und funktioniert ohne Bohrlöcher:

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Handtaschen-Lagerung: Vorher > Nachher

Zutaten:

  • eine freie Tür
  • 1 Kletterpflanzen-Spalier (in diesem Fall ein Metallspalier von Obi, 11,49 Euro)
  • 2 Türhaken (Hatte ich im Haus, keine Ahnung… ca. 2 Euro)
  • S-Haken eines schwedischen Großkonzerns (5 Stück 4,99 Euro)

Kosten: ca. 18,48 Euro

Falls die (zugegeben nicht sehr liebevoll gemachten) Fotos nicht selbsterklärend sind: Ich habe das Spalier mit den Türhaken aufgehängt. Die Taschen werden von den S-Haken gehalten.

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Türhaken, S-Haken und ein Planzenspalier: fertig ist das Handtaschenlager

An das Ganze kann man natürlich nicht nur Taschen hängen. Auch als Klamottenlager oder Garderobe kann man das Spalier zweckentfremden.

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IKEA macht ikeahackers.net platt (& sich unbeliebt bei mir)

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Quelle: http://www.ikeahackers.net/2014/06/big-changes-coming-to-ikeahackers.html


[UPDATE: Es ist gut ausgegangen! Nachzulesen hier. Juhu, ich kann IKEA wieder ein bisschen lieb haben.]


Kennt Ihr die geniale Seite ikeahackers.net? Dort kann IKEA-Möbel etc. bewundern, die von findigen DIY-Machern umgebaut, zweckentfremdet und/oder rundumerneuert wurden. Der Begriff „IKEA-Hack“ wurde dort geprägt.

Die Seite ist als privater Blog entstanden. Inzwischen hat sich eine große Community gebildet. Stellt Euch das vor: Kein geldgeiles Startup, keine Konzern-Schleichwerbung… ein ganz natürlich gewachsener Blog, auf dem IKEA-Fans ihre Erfolge präsentieren können. So eine Entstehungsgeschichte hat heutzutage Seltenheitswert!

Jetzt hat IKEA die Betreiberin von ikeahackers.net mit einer Unterlassungsanordnung aufgefordert, ihnen die Domain freiwillig zu überlassen, oder die Seite nur noch unkommerziell – also ohne Werbung – zu betreiben. Für jeden, der weiß, was große Traffic-Mengen kosten, ist klar, dass das das Ende der Domain ist. Die Seite zieht also demnächst um… weil IKEA seine Markenrechte durchgesetzt hat und die Fangemeinde ignoriert.

Die Begründung von IKEA: Die Seite sei zu leicht mit einer echten Firmenseite zu verwechseln…

Warum ich das hier schreibe? Weil ich es traurig finde, dass IKEA so mit seinen Fans umgeht.

Hätte man das nicht anders lösen können, als der Fangemeinde die Domain wegzunehmen und einem Blogbetreiber, der richtig viel Werbung für die Firma gemacht hat, mit einer Klage zu drohen?!

Gehe ich trotzdem weiter bei IKEA einkaufen? Zwangläufig ja – aus dem einfachen Grund, dass es woanders kaum bezahlbare Möbel in dieser Qualität gibt. Aber jetzt werde ich vorher in den Kleinanzeigen stöbern, ob ich mein Wunschmöbel nicht auch gebraucht bekomme.

Ätsch!

Jutebeutel mit Retro-Comic (& ein Linktipp für High-Res-Scans von Golden-Age-Comics)

Eine neue Einkaufstasche war dran, und ich konnte dem immer noch grassierenden Jutebeutel-Trend nicht widerstehen:

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Retro-Comic-Jutebeutel!

Zutaten:

  • Zeit, um Comics zu lesen
  • Photoshop (oder was vergleichbares), um die Bilder freizustellen
  • Einen USB-Stick
  • Einen Copyshop in der Nähe
  • 13,- Euro

Kosten: 13,- Euro

Kitschige, schlecht colorierte Comics mit deutlich sichtbaren Rasterpunkten aus den amerikanischen 50er Jahren erwärmen mein Herz. Wer für ein DIY-Projekt auf der Suche nach solchen Comics ist, dem kann ich einen Besuch der sehr umfangreichen Website digitalcomicmuseum.com empfehlen.

Dort findet man nicht nur hochauflösende Scans alter Hefte, sondern auch die Cover, die Werbung (wo ganz besondere Highlights zu finden sind) und Leserbriefe (besonders die Kummertanten-Seiten in den Mädchen-Comics sind der Brüller).

Aufgepasst: Kommerziell sollte man die Scans nicht nutzen. Der rechtliche Status der Comic-Scans ist wackelig, allerdings stellt die Seite fairerweise die rechtliche Lage offen dar (Wer Lust hat, sich in nordamerikanische Copyright-Fragen zu Comics aus den 50ern einzulesen: hier geht’s lang).

Ich aber wollte einfach nur einen Jutebeutel, nix kommerziell hier!

Also ab in den Copyshop. Ein Panel-Bild in den Comics der obengenannten Quelle bietet eine Auflösung von ca. 500 x 650 Pixeln. Das reicht auf Stoff für eine Größe von ca. DIN A4, denn Druck auf Stoff ist nicht sehr anspruchsvoll, wenn es um Auflösung geht. 13,- Euro für Tasche und Druck, eine halbe Stunde warten, fertig!

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