DIY-Nilpferdkopf-Anleitung

DIY-Nilpferdkopf-Anleitung

Und in etwas genauer:

Schritt 1: die Basis

Man baue eine Basis aus Hühnerdraht, zu einem Zylinder zusammengerollt und etwas zurechtgebogen. Was noch an der Grundform fehlt, wird mit zusammengeknülltem Zeitungspapier gebaut. Das wird mit Kreppband an seinem Platz gehalten (Wer sich darunter was vorstellen will: hier gibt es einen ähnlichen Arbeitsschritt für einen Einhornkopf).

Schritt 2: Das Glätten

Damit man auf dem Hühnerdraht-Gestell arbeiten kann, mit grobem Packpapier oder großen Zeitungspapierstücken und Kreppband die großen Flächen schon mal abkleben. Um die Oberfläche zu stabilisieren, werden alle Flächen mit Zeitungspapierschnipseln beklebt, die in Tapetenkleister getränkt werden. So entsteht nach und nach aus mehreren Lagen Zeitungspapier eine glatte, stabile Oberfläche.

Schritt 3: Die Details

Die feineren Partien (Mund, Nasenlöcher, Augen) habe ich mit Klopapier modelliert. Das wurde dafür ebenfalls in Tapetenkleister getränkt. Mit solchen Klopapier-Leim-Haufen kann man außerdem die Kopfform optimieren. Was die feinen Details angeht, für die die Finger zu plump sind: Mit einem kleinen Bastelspachtel oder einem Messer kann man scharfe Kanten sehr gut ausarbeiten. Aufgepasst: die Klopapier-Kleisermischung schrumpft beim Trocknen. Ich saß ungefähr drei, vier Abende an dem Nilpferdkopf, dazwischen lag jeweils eine lange Trocknungszeit von mehreren Tagen.

Bei den Augen bzw. den Augenwülsten musste ich mich etwas auf mein Gefühl verlassen. Ich musste die Murmeln recht früh auf die kleinen Erhebungen setzen und die Augenwülste darum herum wachsen lassen. Das Augenlid war dabei der einfachste Teil: Das ist ein gefaltetes Stück Klopapier.

Schritt 2. und 3. wechseln sich ab, je nachdem, wie es sich gerade anbietet. Hier ist Geduld gefragt! Zwischendurch sollte der Kopf durchtrocknen, damit man sieht, was noch fehlt und wo noch nachgearbeitet werden muss. Das dauert manchmal mehrere Tage!

Schritt 4: Die Ohren

Die Ohren waren der letzte Arbeitsschritt. Dafür habe ich erst einmal mit der Position, Form und Größe mithilfe von Papier und Tesafilm experimentiert. Nach einigem Hin- und Hersetzen und Zurechtschneiden war die perfekte Positionierung gefunden. Die Papierformen habe ich als Schablonen genutzt und zwei entsprechende Pappstücke vorbereitet. Dann wurden zwei Schlitze in den Nilpferdkopf geschnitten und die Ohren hineingesteckt. Für einen sanften Übergang zwischen Ohren und Kopf habe ich auch dort wieder mit Klopapier und Tapetenkleister nachgeholfen.

Und dann hieß es wieder warten…

Schritt 5: Anmalen

Der letzte Schritt, sobald die letzten Feinschliffarbeiten durchgetrocknet sind: Farbe an das Tier. Dafür reichte ein kleines Glas Acryllack aus dem Bastelladen (50 ml). Hier waren mehrere Schichten gefragt, bis die Zeitungsstücke nicht mehr durchschimmerten.

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