Surftipp: DIY-Tassenuntersetzer in Katzenform… (aka Anleitung für anatomisch korrektes Häkeln)

Wer als Katzenfanatikerliebhaber die grauen Herbsttage mit sinnstiftender Handarbeit verbringen möchte, anstatt wie ich den Schuhkarton mit wichtigen Unterlagen zu sortieren (oder sich selbst davon mit dem Verfassen kleiner Blogbeiträge erfolgreich abzulenken), für den habe ich die perfekte Inspiration…

Selbstgehäkelte Tassenuntersetzer in Katzenhintern-Form:

cat-butts
“Cat Butt Coasters” von Shanna Compton (Etsy)

Eine einfache Version gibt es auf dem Blog Simplyyarn, für 1,50$ gibt es bei Ravelry die Anleitung für eine etwas ausgefeiltere Variante. Und die Häkelfaulen können die Katzenhinterntassenuntersetzer bei Etsy kaufen – Link siehe Bild.

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Architects for Animals (aka Surftipp für schöne Katzenmöbel)

Ich freue mich immer ‘nen Ast, wenn ich Katzenmobiliar finde, dass ohne Fellbezug im Leo-Look und Sisal-Säulen auskommt:

Auf dem Event Architects for Animals (organisiert von der amerikanischen Katzenhilfsorganisation Fixnation) wurden einige wunderbare Katzen-Kletterhäuser vorgestellt. Nach dem Event wurden sie Tierheimen gespendet. Sprich: Die hier vorgestellten Katzenkletterhäuser kann man leider nicht kaufen.

Aber zur Inspiration eignen sich die Ausstellungsstücke ausgezeichnet. Und ich plane seit Ewigkeiten, ein Balkonhaus für Frau Katze zu bauen…

Palettenkletterbaum
Das Bild gehört natürlich Fixnation, nicht mir. Für die ganze Gallerie auf diesen Link klicken…

Lieblings-Wohnblog (aka Surftipp für Wohnungsspanner)

Freundevonfreunden kennt ja jeder. Und ehrlich? Ich bin gar kein sooo riesiger Fan dieses Blogs. Die Fotos sehen immer etwas zu sehr nach Zeit-Magazin aus, so mit dem dicken Prädikat “künstlerisch wertvoll”. Das ist nicht besser geworden, seit der Blog scheinbar wirklich mit der Zeit kooperiert. Abgesehen davon liegt mir der Schwerpunkt zu sehr auf den Menschen und Büros.

Dabei hat der Blog ganz anders angefangen: als Sammelpunkt für alle, die gern in fremde Wohnungen spannern. Für alle, die gern im Winter spazieren gehen, weil man fremden Leuten im Dunkeln so schön in die Fenster gucken kann. Nicht, um deren Leben auszuspionieren – also bitte, wer interessiert sich denn dafür? Nein, einen Blick auf die Einrichtung will man werfen.

Solche Blogs gibt es noch. Einer meiner Lieblinge (immer mal wieder, seit Jahren, auf meinem privaten Platz 1 zu finden):

interiorsporn.net

interioirsporn

Quelle: interiorsporn.net… keine Sorge, das Mädchen mit der Kamera ist so ziemlich der einzige Mensch, der in dem Blog zu sehen ist!

Was da zu finden ist? Bilder von Zimmern. Keine Menschen, kein Lifestyle-Schnickschnack, kein Guck-Mal-Wie-Hip-Ich-Bin. Nur viele, viele, viele schöne Einrichtungen, nicht selten sogar realistische, nachmachbare, inspirierende Zimmer.

So gehet und schauet! Aber kommet wieder 😉

IKEA macht ikeahackers.net platt (& sich unbeliebt bei mir)

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Quelle: http://www.ikeahackers.net/2014/06/big-changes-coming-to-ikeahackers.html


[UPDATE: Es ist gut ausgegangen! Nachzulesen hier. Juhu, ich kann IKEA wieder ein bisschen lieb haben.]


Kennt Ihr die geniale Seite ikeahackers.net? Dort kann IKEA-Möbel etc. bewundern, die von findigen DIY-Machern umgebaut, zweckentfremdet und/oder rundumerneuert wurden. Der Begriff „IKEA-Hack“ wurde dort geprägt.

Die Seite ist als privater Blog entstanden. Inzwischen hat sich eine große Community gebildet. Stellt Euch das vor: Kein geldgeiles Startup, keine Konzern-Schleichwerbung… ein ganz natürlich gewachsener Blog, auf dem IKEA-Fans ihre Erfolge präsentieren können. So eine Entstehungsgeschichte hat heutzutage Seltenheitswert!

Jetzt hat IKEA die Betreiberin von ikeahackers.net mit einer Unterlassungsanordnung aufgefordert, ihnen die Domain freiwillig zu überlassen, oder die Seite nur noch unkommerziell – also ohne Werbung – zu betreiben. Für jeden, der weiß, was große Traffic-Mengen kosten, ist klar, dass das das Ende der Domain ist. Die Seite zieht also demnächst um… weil IKEA seine Markenrechte durchgesetzt hat und die Fangemeinde ignoriert.

Die Begründung von IKEA: Die Seite sei zu leicht mit einer echten Firmenseite zu verwechseln…

Warum ich das hier schreibe? Weil ich es traurig finde, dass IKEA so mit seinen Fans umgeht.

Hätte man das nicht anders lösen können, als der Fangemeinde die Domain wegzunehmen und einem Blogbetreiber, der richtig viel Werbung für die Firma gemacht hat, mit einer Klage zu drohen?!

Gehe ich trotzdem weiter bei IKEA einkaufen? Zwangläufig ja – aus dem einfachen Grund, dass es woanders kaum bezahlbare Möbel in dieser Qualität gibt. Aber jetzt werde ich vorher in den Kleinanzeigen stöbern, ob ich mein Wunschmöbel nicht auch gebraucht bekomme.

Ätsch!

Katzenmöbel aus Pappe (aka Katzenmöbel, die endlich mal nicht total sche*ße aussehen)

Das „…with Cat“ in meinem Blognamen ist kein leeres Versprechen. Hier wohnt wirklich ein kleiner Felltiger. Darf ich vorstellen: Frau Katze.

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Ihr „Taufname“ ist ein anderer. Ashanti. Den Namen eines wehrhaften afrikanischen Stammes fanden wir für diese Katze aber sehr unpassend: sie schielt ein bisschen, hat Angst vor Rasen, rührt rohes Fleisch nicht an (fährt hingegen völlig auf Olivenöl, Popcorn und Tomatensauce ab), besteht auf einen geregelten Tagesablauf und kratzt einen nicht mal, wenn man sie in die Transportkiste sperrt. Andererseits kann man eine achtjährige Katze nicht einfach umbenennen. Also wurde aus „Ashanti“ erst „Om Shanti Om“, dann „Shanti“, dann „Frau Shanti“ und irgendwann „Frau Katze“.

Wie so viele Katzenbesitzer, die sich einbilden, etwas Stil zu haben, stehe auch ich regelmäßig vor dem Problem, dass Katzenmöbel in den meisten Fällen Ausgeburten der Inneneinrichtungshölle sind. So ein Monster mit Kunstfell-Überzug ruft bei mir leichtes bis mittelschweres Würgen hervor.

Gottseidank habe ich zum Krallenschärfen eine prima Alternative entdeckt: Katzenmöbel aus Pappe von cat-on. Sie sind günstiger als Kratzbäume aus Holz, leicht auszutauschen, haben keine hohen Versandkosten, lassen sich recyclen und dank eines breiten Angebots der Inneneinrichtung anpassen.

Wie normale Kratzbäume sind sie aus Katzensicht multifunktional: Krallen wetzen (macht Frau Katze an der Pappe sehr viel ausführlicher als früher am Sisal-umwundenen Kratzbaumstamm) und darauf Schlafen (denn die Pappe speichert hervorragend Wärme).

Jedes cat-on-Modell ist übrigens in zig Farben erhältlich. Darüber hinaus bietet cat-on ein umfangreiches Individualisierungsangebot.

Hier meine Lieblingsmodelle von cat-on:

Cat-On-2

cat-on-1

cat-on-3

Quelle: www.cat-on.com

Lobgesang auf Helmer (aka eine Sammlung von Helmer Hacks)

Nachdem ich das wundervoll praktische Helmer-Schubladenschränkchen von Ikea meinen ästhetischen Bedürfnissen anpasste (siehe hier), habe ich mich aufgemacht zu sehen, was andere so mit Helmer getrieben haben. Schließlich gibt es das Ikea-Schränkchen schon seit Jahren. Um so überraschter war ich, feststellen zu müssen, dass man nicht so richtig viel findet.

Ist doch erstaunlich, wie wenige Ikea-Hacks zu diesem Klassiker im Internet aufzutreiben sind. Er ist klein und schnell gestrichen, das dünne Blech ist sehr einfach zu bohren… warum gibt es bei den Millionen dem DIY-Wahn verfallenen Einrichtungsblogs nicht tausende Projekte um den Helmer?

Das muss geändert werden. Hier eine kleine Inspirationssammlung rund um Helmer:

Einsatz in Bad & Küche

Helmer ist aus Metall und lackiert, darf also mit Flüssigkeiten in Berührung kommen. Zwar kann nicht garantiert werden, dass er komplett rostfrei bleibt, aber im Gegensatz zu den Sperrholzprodukten von Ikea kann er problemlos in Bad oder Küche stehen – genau die beiden Zimmer, in denen immer besonders viel Kleinkram durch die Gegend fliegt. In eine kleine Nische gequetscht und mit einem edlen Block Holz versehen (gefunden bei Better Homes and Gardens), wird er zur hitzeunempfindlichen Topfabstellfläche, und auch im Bad besteht der Helmer den Praktikabilitätstest.

ImageQuellen: www.bhg.com & http://www.flickr.com/photos/very_lame/2466628630/in/photostream/

Lackieren

Natürlich kann man den Helmer immer einfach einfarbig anmalen. Seine Form ist so schlicht, dass er sich nahtlos in die meisten Einrichtungsstile integrieren lässt. Aber warum nicht bunt…

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Quelle: http://wordpress.colourmad.com/ikea-helmer-in-new-costume/

…mit Mustern (einfach mit Abklebeband gemacht)…

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Quelle: http://www.champagnelifestyleblog.com/2011/11/diy-ikea-helmer-hack.html

…oder mit Schablonen aufgearbeitet?

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Quelle: http://livethemma.ikea.se/inspiration/var-sak-pa-sin-plats

Klebefolie

Diese Variante klingt zunächst ganz einfach, zumal man nicht mit Farbe hantieren muss. Sie ist aber mit zwei Tücken verbunden. Allgemein ist es verflucht nervenaufreibend, Klebefolie blasenfrei anzubringen. Zweitens hat der Helmer zwischen den Löchern für den Griff einen gestanzten Einschub für die Beschriftung der Schubladen. Der sorgt unter der Klebefolie für eine unschöne Erhebung. Mit der muss man leben, oder man versucht, mit einem Cutter die Folie den Stanzungen anzupassen.

Ein Vorteil der Klebefolie ist allerdings, dass die vorgebohrten Löcher für die mitgelieferten Griffe abgedeckt werden. Möchte man also z.B. einen Knauf mittig platzieren, sind die Vorbohrungen dank der Klebenfolie nicht mehr zu sehen.

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Quellen: Blumen-Helmer: http://asliceofmylifewales.blogspot.de/2014/01/diy-ikea-helmer-hack-with-decoupage.html, Leder-Helmer: http://angelinaswelt.blogspot.de/2013/07/i-pimped-my-helmer.html & verspiegelter Helmer: http://asliceofmylifewales.blogspot.de/2014/01/diy-ikea-helmer-hack-with-decoupage.html

Edding

Ich gebe es offen zu: Für mich ist diese Verwandlung des Helmer in ein Kunstwerk nicht umsetzbar. Nach ca. 20 Quadratzentimetern würfe ich den Edding schreiend in eine Ecke. Wer aber die kreative Energie und ein entsprechendes Talent besitzt, dem sei eine beeindruckende Schnörkelei wie diese empfohlen.

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Quelle: http://www.pinterest.com/pin/20477373279835848/

Andere Griffe

Ich war natürlich nicht der/die erste, die auf die Idee gekommen ist, den Helmer mit anderen Griffen zu versehen. Das Original der Verwandlung des schnöden Helmer in pompöse Pracht findet ihr auf der berühmten Website Ikeahackers.com.

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Quelle: http://www.ikeahackers.net/2012/02/fancied-up-helmer.html

Der Helmer-Schreibtisch

Eine schicke Holz- oder Glasplatte, zwei Helmer: fertig. Da der Helmer für den Einsatz unter dem Tisch konzipiert ist (nicht umsonst steht er bei Ikea in der Büro-Ecke), hat er Tisch-Höhe. 69 cm, um genau zu sein. Mit dieser Konstruktion hat man viel Stauraum und teuer ist sie auch nicht.

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Quellen: http://ikeaspotting.tumblr.com/post/20131750775 & http://www.apartmenttherapy.com/the-many-uses-of-ikeas-mighty-128851

By the way: zwar versuche ich in jedem Fall, den Ursprung eines jeden Bildes zu finden, kann aber nicht immer dafür garantieren. Wenn Ihr glaubt, dass hier ein Bild unrechtmäßig verwendet wird, schreibt mich bitte an.

Wechselfüße für IKEA-Sofas! (aka ich bin verliebt…)

Aus der Kategorie „Habenwollen“: Die schwedische Firma Prettypegs [Anm.: Inzwischen auch mit einer deutschen Webseite aktiv] bietet Wechselfüße für Ikea-Sofas an. Und seit ich die wirklich traurig hässlichen, brauen Billigholzfüße unter mein Karlstad-Dreiersofa in „Sivik dunkelgrau“ geschraubt habe, träume ich von schöneren Sofafüßen.

Die Gegenargumente waren bislang, dass erstens das Sofa derzeit so steht, dass man eigentlich nur einen Fuß immer sieht und zweitens erfolgte die Entdeckung von Prettypegs nach der Aufstellung des Sofas – des schweren, sperrigen Sofas, das ich nie wieder bewegen möchte.

Jetzt aber naht ein Umzug, von meiner kleinen Wohnung in eine etwas größere, wenn auch immer noch ziemlich kleine Wohnung. Und das große Sofa muss sowieso bewegt werden. Also stehe ich jetzt mit leichtem Zeitdruck vor der Entscheidung, mir für ca. 100,- Euro Wechselfüße für das Ikea-Sofa zu bestellen oder eben nicht.

Sind andererseits ja nur Sofafüße… und ein Umzug ist ohne sowas teuer genug. Aber – MEINE GÜTE! – bin ich verknallt in Prettypegs!

ImageDie Bilder gehören natürlich allesamt Prettypegs und können [bzw. konnten annodazumal] unter http://www.prettypegs.se [aktuelle URL: www.prettypegs.com/de/] in ihrer natürlichen Umgebung mit Preisen und in vielen Metall- und Farbvariationen betrachtet werden.