Sugru! (aka das praktischste Zeug aller Zeiten)

Glasscheiben in einer Vitrinentür fixieren, einen gerissenen Schlüssel in Häschenform reparieren, Zeiger an ein Uhrwerk basteln… Alles kleine Projekte von mir, die ich nur mit Hilfe einer kleinen Neuentdeckung meinerseits umsetzen konnte:

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Die Bilder zeigen kein Kaugummi, sie zeigen Sugru im Einsatz. Und weil ich so verdammt begeistert bin von diesem Zeug, möchte ich es Euch nicht vorenthalten. Meiner Meinung nach gehört Sugru in die Standardausrüstung jeden Haushalts, genau wie Nadel und Faden, Bohrmaschine, Sekundenkleber, Duct-Tape und Tesafilm!

Was Sugru ist? Stellt Euch eine Masse von der Konsistenz von durchgekautem Kaugummi vor, vielleicht etwas klebriger, das man in jede beliebige Form bringen kann. Nach einigen Stunden härtet es aus und wird fest. Dann fühlt es sich an wie diese dicken Gummis, die man benutzt, um Konservierungsgläser abzudichten, ist aber formstabiler.

Sugru braucht lange, um zu trocken. Folglich kann man sein Projekt in Ruhe in Form bringen. Aufbewahrt wird es am besten im Kühlschrank.

Wer diese geniale Erfindung sein eigen nennen möchte: hier geht’s zur Website von Sugru, wo man auch einen Shop findet. Sugru gibt es in Schwarz, Weiß und als Multicolor-Pack mit Blau, Rot und Gelb. Eine Packung mit acht kleinen Portionen, die je etwa eine Masse zweiter durchgekauter Wrigleys-Spearmint-Streifen haben, kostet ca. 16,- Euro.

Mogel-Makronen am Feierabend

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Backen (oder irgend etwas anderes) und Vollzeit Arbeiten. Das lässt sich nie so richtig vereinbaren. Auf meiner ewigen Jagd nach Rezepten, die a) lecker, b) schnell zuzubereiten sind und c) das haptische Bastel-Gelüst befriedigen, bin ich auf folgendes Rezept für Himbeer-Kokosnus-Makronen (Raspberry-Coconut-Macaroons auf smittenkitchen.com) gestoßen. Aus irgendwelchen Resten habe ich vor längerer Zeit einen Nachback-Versuch gestartet, und das gelang ganz wunderbar.

Hochmut kommt vor dem Fall: großspurig wurden meinerseits für den morgigen Abend große Mengen besagter Himbeer-Kokos-Makronen als Dessert für eine größere Runde versprochen. Und buk ganz brav das Rezept nach. Und das Ergebnis war… unbefriedigend. Nichts, was man guten Gewissens als Nachtisch servieren konnte. Das Problem: das letzte Mal hatte ich eine Zutat weggelassen – das Mandelaroma. Mag sein, das damit nicht das typisch deutsche Bittermandel im Parfümproben-Fläschchen gemeint war, jedenfalls schmeckte die erste Ladung höchstens akzeptabel… wenn man auf Bittelmandel steht.

Das zweite Backblech ohne Bittermandel war besser und kann als schnelles (und nicht zuletzt billiges) Mogel-Makronen-Rezept präsentiert werden:

Zutaten:

  • 200 Gramm Kokosraspeln
  • 70 Gramm Zucker
  • 3 Eiweiß
  • Prise Salz
  • 80 Gramm Himbeeren (tiefgefroren)

Kokosraspeln und Zucker möglichst kleinmixen. Eiweiß und Salz unterrühren oder -mixen (Eiweiß schlagen spar ich mir), Himbeeren mit ein paar Impulsen in grobe Stücke mixen und grob unterrühren (soll keine homogene Masse werden).

Dann per Esslöffel in kleine Portionen aufs Backblech und bei 160° für Pi mal Daumen 25 Minuten in den Backofen.

Das Schöne an diesem Rezept: Es geht sehr schnell, es ist lecker und liefert beim Backen die haptische Befriedigung, die man als Kind beim Klaggermatschen hatte, was genau das richtige ist, wenn man vorher acht Stunden vor dem Bildschirm beschäftigt war.